Wo wird der Lavaredo 120K entschieden?
Im Anstieg von Misurina zum Rifugio Auronzo, kurz vor der Hälfte, und im langen Abstieg hinter der Forcella Lavaredo, der gleich darauf folgt. Pro Kilometer ist es das härteste Teilstück des Rennens: 591 Höhenmeter auf 7,4 km, bergab fast nichts. Trotzdem ist es nur ein Fünftel härter als der Schnitt, denn eine einzelne Wand hat diese Strecke nicht. Ein Fünftel der Strecke steigt steiler als 10 % an, und ungefähr genauso viel fällt so steil ab. Läufst du gleichmäßig genau im Zeitlimit, bist du am Samstagmorgen um halb zehn in Misurina, mit mehr als einem Drittel der Arbeit hinter dir.
Hinter dem Rifugio Auronzo geht es über die Forcella Lavaredo, und dann kommt der größte Abstieg des Rennens: 937 m hinunter, im Schnitt steil. Das Teilstück weiter nach Cimabanche ist lang und führt meist bergab; auf ihm ist die Hälfte der Arbeit geschafft. Der härteste Anstieg und der größte Abstieg liegen also direkt hintereinander. Im Takt des Zeitlimits verlässt du das Rifugio um zwanzig vor zwölf und erreichst Cimabanche um zwanzig nach drei am Nachmittag.
Davor liegt das längste Teilstück, gleich zu Beginn. Von Cortina d’Ampezzo bis Ospitale, der ersten Verpflegungsstation, sind es 18,7 km. Kein Teilstück trägt mehr von der Arbeit, und bald nach dem Start kommen ein steiler Anstieg und ein steiler Abstieg. Später ist der Weg zwischen zwei Verpflegungsstationen nie mehr so weit. Gestartet wird am Freitag um elf Uhr nachts; mit der Pace fürs Zeitlimit bist du um halb vier am Morgen in Ospitale.
Den größten Anstieg hebt sich die Strecke für die zweite Hälfte auf. Zwischen Malga Ra Stua und Col Gallina geht es 511 m hinauf, im Schnitt mit 12 %, also steil. Am Col Gallina sind drei Viertel der Arbeit getan, im Takt des Zeitlimits spät am Samstagabend, um zehn nach elf. Das Teilstück danach zum Passo Giau ist pro Kilometer fast so hart wie der Anstieg zum Rifugio Auronzo, und endet erst nach Mitternacht.
Ab dem Rifugio Croda da Lago geht es nur noch hinunter. Das letzte Teilstück verliert 851 m auf 9,1 km und steigt kaum, über Mortisa zurück nach Cortina d’Ampezzo. Darauf folgen zwei steile Abstiege kurz hintereinander, der zweite steiler als der erste. Pro Kilometer kostet es kaum mehr als flaches Laufen. Im Takt des Zeitlimits bist du am Sonntag um fünf Uhr früh im Ziel.
Distanzen und Höhen vom Veranstalter; Anteile und Uhrzeiten von Pendio.